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e-Learning im Unternehmen: Welches Format ist das richtige?

Ob mit kleinen Lernhäppchen zwischendurch, dem Selbststudium mit klassischen Web-based Trainings oder in einer Virtual-Reality-Umgebung – Unternehmen können heute aus zahlreichen e-Learning-Formaten wählen. Doch welches Format passt zu den jeweiligen zeitlichen und finanziellen Ressourcen?

Wenn es darum geht, Weiterbildung im Unternehmen zu etablieren, ist das eine entscheidende Frage. In einigen Fällen bietet es sich an, schnelle und preiswerte Standardformate einzusetzen. Bei anderen Vorhaben lohnt es sich, mehr zu investieren, um möglichst großen Output zu erzielen. Wir stellen im Folgenden vor, wann sich welches Format anbietet.

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Nicht nur Budget und Zeit sind entscheidend Faktoren in der Wahl des e-Learning Formates. In dieser Infografik haben wir eine Einschätzung der verschiedenen Faktoren im Vergleich vorgenommen.

e-Learning muss nicht teuer sein

Auch wenn Budget und Zeit nicht für die groß angelegten und produktionsintensiven e-Learnings vorhanden sind, können Mitarbeiter*innen digital fit gemacht werden.

Umsetzungszeit: ab 1 Woche
Budgetrahmen: klein

e-Learning Standardprogramme

Der klassische Excel-Kurs sowie Schulungen zum Datenschutz oder zur Arbeitssicherheit gehören ins Repertoire vieler Unternehmen. Standardprogramme wie diese sind für ein kleines Budget zu haben, denn sie müssen nicht individuell produziert werden. Gibt es zeitlich und finanziell einen gewissen Spielraum, können diese Programme inhaltlich und optisch an die individuellen Ansprüche des Unternehmens angepasst werden.

Rapid e-Learning

Im Unternehmen gibt es bereits verschiedene Lernmaterialien, doch es fehlen der passende Rahmen und eine didaktisch ansprechende Struktur? Dann kann Rapid e-Learning eine preiswerte Lösung bieten. Vorhandenes Material wird optisch sowie inhaltlich aufbereitet und didaktisch überprüft. Danach werden die Trainingsunterlagen in ein vollwertiges e-Learning umgewandelt.

Lernkarten

In Anlehnung an das analoge Karteikartenprinzip bieten digitale Lernkarten kurze und eingängige Lerneinheiten für den Alltag. Das können Karten mit einfachen Fakten sein oder in Spielform ähnlich einem Quartettspiel. Lernende können damit ihr Wissen eigenständig überprüfen oder schnell etwas nachschlagen.

Erklärvideo

Simple Zeichnungen, Storys im Comic-Stil oder 3D-Animationen: Erklärvideos gibt es in vielfältigen Variationen. Entsprechend variieren auch der Preis und die Produktionszeit. Je nach Komplexität und Zielgruppe empfehlen sich die verschiedenen Umsetzungsstile. Von der simplen Zeichnung bis hin zur komplexen 3D-Animation liegt die freie Wahl beim Unternehmen.

Das klassische Web-based Training liegt im Mittelfeld

Ob mobil oder am Desktop – ein klassisches Web-based Training vermittelt die gewünschten Lerninhalte in etwa einer Stunde. Je konkreter die Vorgaben des Unternehmens oder der HR-Abteilung sind, desto schneller lassen sich die Trainings produzieren. Kommen besondere Inhalte hinzu oder kann das Unternehmen nur wenige Informationen zur Verfügung stellen, verlängert sich die Produktionszeit.

Umsetzungszeit: ca. 1 bis 4 Monate
Budgetrahmen: mittel

Was ist Web-based Training?

Web-based Training bezeichnet ein Lernprogramm, welches auf elektronischem und digitalem Weg – online – zur Verfügung steht. Die Lernprogramme, auch Trainingsprogramme genannt, sind über das Web oder das Intranet des Unternehmens erreichbar und werden so den Lerner*innen für das Selbststudium zur Verfügung gestellt oder zur Ergänzung von Seminaren genutzt. Die Inhalte werden über aufeinander abgestimmte Medien, wie Text-, Bild-, Video- oder Audiodateien vermittelt.

Mögliche Inhalte eines Web-based Training

  • Bilder
    WBTs lassen sich einfach individualisieren – zum Beispiel durch Ergänzung von  Bildern. Während ein Fotoshooting zeit- und kostenaufwändig (Location, Fotograf, Models o.ä.) ist, genügen bei Stockphotos ein paar Stunden Recherche.

  • Foto-Ton-Story
    Bestimmte Arbeitsabläufe, Situationen oder Produktionsschritte lassen sich mithilfe einer Foto-Ton-Story erklären. Fotos werden mit einer Audiodatei hinterlegt – zusammen ergibt es eine praxisnahe Geschichte. Die Produktionsdauer richtet sich nach Bildermenge und Umsetzungsart.

  • Vertonung
    Eine angenehme Stimme, die wichtige Aspekte des Lerninhalts wiedergibt, führt die Lernenden durchs Programm.

  • Abschlusstest
    Anhand eines Tests überprüfen die Lernenden, ob sie alle Inhalte verstanden haben. Je nach Anzahl der Fragen, der grafischen Umsetzung und der Auswertungslogik kann ein solcher Test in der Regel kurzfristig ergänzt werden.

  • Einbindung verschiedener Medien
    Verschiedene vorhandene Medien binden das Lernprogramm in die bisherigen Weiterbildungsmaßnahmen ein. Dauer und Kosten der Umsetzung hängen von den Formaten sowie den Produktionstools ab.

e-Learning-Formate für besondere Ansprüche

Wie oben erwähnt, lässt sich ein Web-based Training beliebig erweitern. Mit besonderen Umsetzungsarten wird es so zu einem anspruchsvollen Lernprogramm. Insbesondere interaktive Elemente wie Virtual-Reality-Einheiten oder Game-based Learning sind entsprechend aufwändiger und kostenintensiver in der Produktion. Auch die Verbindung mit Präsenz-Schulungen und Print-Medien kann in das Konzept aufgenommen und umgesetzt werden.

Umsetzungszeit: individuell je nach Anforderung
Budgetrahmen: groß

Game-based Learning und Quiz-Formate

Eine vielversprechende Form des e-Learnings sind die immer weiter verbreiteten Lernspiele, auch Serious Games genannt. In spielerischer Umgebung lernen Nutzer*innen etwa mit Hilfe eines Avatars bestimmte Abläufe oder Fragestellungen kennen. Durch das spielerische Element verankert sich das Wissen besser und bleibt gut abrufbar. Wahlweise kann ein Spiel auch als Belohnung für absolvierte Lerneinheiten integriert werden, um dem Gehirn eine Pause zu gönnen.

Augmented Reality/Virtual Reality

Die Lernenden begeben sich am Computer, mit einem mobilen Endgerät oder gar mit einer speziellen VR-Brille in eine virtuelle, interaktive Umgebung. Je nachdem, welche Technik benötigt wird, steigen die Kosten. Virtual und Augmented Reality sind im Trend – sie eignen sich aber längst nicht für alle Lerninhalte. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sollten Verantwortliche hier gut abwägen.

Erklärfilme und Tone-from-the-Top-Videos

Zur Abwechslung und Motivation der Lernenden kann es sich empfehlen, Erklärvideos, Filme oder Tone-from-the-Top-Videos zu produzieren und ins Web-based Training zu integrieren.

Blended Learning mit Online- und Offline-Elementen

Im Rahmen einer größeren Blended-Learning-Kampagne im Unternehmen lassen sich digitale Lerneinheiten mit Präsenzschulungen oder Printmedien für ein optimales Lernergebnis verknüpfen. Das Zusammenfügen und Ergänzen der Methoden und Medien benötigt ein ausgefeiltes Konzept, das in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ausgearbeitet und erstellt werden sollte.

e-Learning beinhaltet sehr viele Facetten und lässt sich passgenau auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens abstimmen – je nach Zeit- und Budgetplan.

In den kommenden Wochen zeigen wir Ihnen weitere interessante Aspekte des e-Learnings.